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Eigentlich wollte ich ja erst nach der BM-Party wieder bloggen, ich stehe aber gerade vor der Wahl, sinnlos rumzusurfen, zu pokern oder zu bloggen, und da erscheint mir letzteres derzeit am sinnvollsten. So, here we go.
Ich hab mir für gestern und heute Pokerverbot erteilt, und nach einem halben Tag Guitar Hero tun mir die Hände so ein bisschen weh, also auch wenn das Game richtig Spaß macht, heute rühr ich die Gitarre nicht mehr an.
Tja, wieso Pokerverbot? Ich hab's mal wieder geschafft, ziemlich viel Geld in ziemlich kurzer Zeit zu... ja, keine Ahnung. Ich will nicht unbedingt sagen, ich hätte es verdonkt, aber ich bin mir auch nicht mehr sicher, dass das nur Varianz ist, wenn ich in einer Session 200 BB droppe - und das zweimal hintereinander. Zur Veranschaulichung:
Weiß auch nicht was der Mist soll. Ich will hier jetzt gar nicht groß rumheulen - ist zwar nicht schön, passiert aber, nur fände ich es hilfreich zu wissen, weshalb das im vorliegenden Fall passiert ist. In dem Zusammenhang finde ich eine These von Ulek sehr interessant, die ich hier einfach mal zitiere (Quelle):
Die größte Möglichkeit, seine Winrate zu pushen, hat man im Downswing imo.
Damit hat er meiner Meinung nach vollkommen recht. Sein A-Game zu spielen, wenn es sowieso gut läuft, ist relativ einfach. Aber nicht daran zu zweifeln und trotz unter Umständen großer Losses (und damit meine ich mehr als 400 BB) solide weiterzuspielen, dazu gehört neben dem notwendigen Skill nicht nur viel Disziplin (vor allem Tiltresistenz) sondern auch ein gesundes Selbstvertrauen. Letzteres ist ausdrücklich nicht gleichzusetzen mit dem Glauben, man spiele bereits perfekt und müsse sich nicht mehr verbessern.
Ich lass das wohl erstmal so stehen bis ich selbst ausgiebig darüber nachgedacht habe.
Die letzten Sessions hatten natürlich auch - Vorteile mag ich das nun nicht direkt nennen - etwas positivere Effekte. Mein Maiziel (10k VPP) habe ich locker erreicht, ich darf mich aller Voraussicht nach über 100$ aus der Top250-Promo freuen, and last but not least:
Außerdem habe ich nun die Gewissheit, dass Swings mein Privatleben nicht beeinflussen. Ein Blogkollege aus dem Coachblog hatte diese Frage kürzlich gestellt. Ich muss zwar gestehen, dass ich den Eintrag nicht gesehen habe, fand die Frage aber durchaus berechtigt. Wobei "gar nicht beeinflussen" wohl etwas übertrieben ist. Nach dieser Kacksession kürzlich war ich natürlich erstmal etwas pissed, aber nicht mehr als nach einem miesen Clanwar auch, oder nach dem Abseitstor, das den BvB aus der Europaleague befördert hat - shit happens. Upswings wirken sich da etwas länger und ausgeprägter auf meinen Gemütszustand aus, aber es ist und bleibt für mich ein Hobby, und ich glaube das ist auch ganz gut so.
Ein Wort noch zu den Kommentaren hier im Blog: Mir persönlich ist es vollkommen egal, wenn jemand meint, mich beleidigen zu müssen. Es wurde allerdings angemerkt, dass die Netiquette auch für die Blogs gelten sollten - was natürlich richtig ist. Ich werde deshalb in Zukunft sämtliche Einträge, die nicht den Netiquetten entsprechen, kommentarlos entfernen. Kritik, die in einer vernünftigen Art und Weise vorgetragen wird, bleibt davon natürlich unberührt.
Das war's erstmal, vielleicht sieht man sich auf der BM-Party, ansonsten weise ich noch einmal darauf hin, dass Mitstreiter für den Ladderreset immer noch gerne gesehen sind.



