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Normal 0 21

Mein Aufstieg bis FL 50/100 hat wahrscheinlich länger gedauert als bei den meisten. Zum Einen habe ich nie mehr als 30k Hände pro Monat gespielt (im Schnitt etwa 20k, in diesem steh ich bei 18k – und das, obwohl mir 8 Stunden Sessions nicht fremd sind), zum Anderen habe ich dann immer mehrmonatige Reisen „Grinder-Ferien“ vorgezogen.

 

Dadurch habe ich mich auch mal nach Tibet verirrt. Ein Land, das immer weniger Ähnlichkeit hat mit dem was es mal war, und mit dem, was es sein will. Die Schutzherrschaft Chinas wird durch Verbot des Unterrichts der Landessprache, Verbots der Religion, geförderter Immigration von Han-Chinesen und kultureller sowie sozialer Repression zur ethnischen Säuberung.

 

Aber noch sind einige Flecke im tibetischen Hochland weitgehend unberührt von chinesischer Hand. Einige andere (darunter so gut wie alle Tempel) wurden zerstört, und werden im Moment wieder aufgebaut, weil die neue Generation der Chinesen Tibet als Touristenland entdeckt hat...

 

Aber ich wollte ein wenig die Natur entdecken, und da ich nicht genug Zeit für einen Trip zum, rundum oder auf den Mount Kailash hatte, und absolut keine Lust auf ein touristenverseuchtes Mount Everest Base Camp bin ich nach der längst schon chinesischen Stadt Lhasa in Richtung Namtso Lake aufgebrochen.

 

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Und zwar alle drei: Upswing, Varianz und Glück! Sie hatten sich verirrt, und nicht mehr zu dir zurückgefunden. Da habe ich mich ihnen angenommen. Und Gastfreundschaft macht sich bezahlt:

 

 

Ich hatte eine steile Nacht im Fluc. Jemand anders hat sich wohl aus der Welt geschossen...


Normal 0 21

Ab und zu sehe ich mein Spiegelbild im Traum. Ich will aber, dass mein Spiegelbild mich (in seinem Traum?) sieht!

 

Ich bin daran gewöhnt, mein Gesicht im Spiegel zu sehen. So wie einige andere Menschen habe ich damit nur selten schwerwiegende Probleme, oder mache mir mehr Gedanken, als darüber zu sinnieren, ob es Zeit für eine Rasur ist. Sehe ich durch eine spezielle Konstellation mich von hinten, stört mich das ebenso nur selten existenziell. Aber wenn Spiegel so installiert sind, dass ich mein Profil – ist es des ganzen Körpers steigert sich die Intensität – betrachten kann, wie es ja oft in Garderoben der Fall ist, fühle ich mich hilflos.

 

Ich bin in keiner direkten Konfrontation mit jemandem (dass ich dieser Jemand bin, spielt eine völlig untergeordnete Rolle). Aber bin auch kein reiner Voyeur einer unwissenden, oder völlig ignoranten Person. Ich sehe jemanden, der sich bewusst ist, dass ich da bin, aber immer meinem Blick ausweicht, was ich auch anstelle. Der auf meine Bewegungen reagiert, aber immer konträr. Ich kann diese Person weder dazu bringen, mir in die Augen zu sehen, noch sich mir abzuwenden. Wenn ich es probiere, verliere ich im selben Moment den Blick auf sie. Ich kann dann bestenfalls vermuten, dass sie mich sieht. Und auch wenn – damit ist das Problem in keinster Weise gelöst.

 

Denn jetzt findet sich diese diabolische, oder gemarterte Figur – ich kann nicht entscheiden, ob sie es so will, oder nicht. Ob sie sich selbst gefangen fühlt, oder es genießt. Ob sie vielleicht gerade träumt? – sie findet sich in derselben Situation wieder, wie ich zuvor – jemanden beobachtend, zu dem weder Kontakt, noch völlige Ignoranz möglich ist. Beides ungreifbar zum Greifen nah..

 

Ich stehe hier, und warte bis mir meine Freundin die kleinere Nummer bringt. Ich versuche verschiedene Blickwinkel, von denen ich im vornherein schon weiß, dass sie nutzlos sind. (Vielleicht bin ich ja der Gefangene?) Ich warte darauf, dass sich der Kopf meines Antagonisten – dessen bin ich mir jetzt sicher – zu mir dreht. Mich ansieht. Um mich herum wird die Welt zerbrechen. Ich werde die Hand heben, und „Hallo“ sagen. Obwohl ich gleichzeitig schreien, sterben und vergessen wollen werde. (Nein, vergessen nicht!)

 

Ohne irgendeine Miene oder Antwort, wird sich mein Feind wieder in seine alte, verfluchte Position bringen. Stetig ausweichend, stetig fast sich mir öffnend. Ich werde ihn nur noch mehr hassen, weil es nun nur noch schlimmer sein wird, wenn wir uns treffen

 

Aber ich würde die Welt ein wenig mehr lieben.

 

Und das will mir mein Feind nicht erlauben.

 

 

 

Zumindest habe ich fast immer die freie Wahl, welchen Spiegel ich benutze.

 

„There is a crack in everything. That’s how the light gets in.” (L.Cohen)